Was hat Jerusalem mit Athen zu tun?

In dem Buch Bildung – Alles, was man wissen muss von Dietrich Schwanitz heißt es:

“Unsere Kultur ist ein Zweistromland: Eine Quelle sprudelt in Israel, eine in Griechenland.”

“Keine Kraft hat es geschafft”, schreibt der Philosoph Andrew Bernstein in der Winter-Ausgabe 2006/2007 von The Objective Standard, “den griechischen Ansatz aus den westlichen Prämissen auszumerzen – nicht die Christen, nicht die Nazis, nicht die Islamisten.” Und dieser “griechische Ansatz” bedeutet diesseitiges, rationales Denken im Vergleich zum religiösen Ansatz von “Jerusalem”. Jener bildet die Basis der westlichen Zivilisation und wir sollten lautstark die Ideen von Aristoteles und seiner Nachfolger verteidigen.

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Andrew Bernstein antwortet einem Kritiker

Andrew Bernstein

Andrew Bernstein

Andrew Bernstein antwortet auf seiner Website einer Besprechung seines Buch The Capitalist Manifesto durch Georg Menz in der Zeitschrift Political Studies Review . Menz hatte Bernsteins Buch als "zornige" Polemik gegen Marxismus oder Sozialismus abgetan. Es sei aufgrund seines "aggressiven, aber dennoch zusammenhanglosen Stils" eindeutig nicht für eine wissenschaftliches Publikum geschrieben worden, behauptet Menz, sondern scheine eine weitere Leserschaft ansprechen zu wollen. Bernstein antwortet, dass Zorn als Reaktion auf Ungerechtigkeit rational und tugendhaft sei. Sein Buch sei nicht geschrieben worden als eine Attacke auf den Sozialismus, sondern zur Unterstützung des Kapitalismus.

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Ein Index der ökonomischen Freiheit

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Freiheit messen? Die Heritage Foundation, beheimatet in Washington D. C., unternimmt jedes Jahr den Versuch, die ökonomische Freiheit, die auf diesem Planeten besteht, durch einen Index transparent zu machen. Ökonomische Freiheit wird dabei definiert als “die Abwesenheit von staatlichem Zwang oder von staatlichen Beschränkungen hinsichtlich der Produktion, Distribution oder Konsumtion von Gütern und Dienstleistungen jenseits des Maßes, das notwendig ist, um die Freiheit selbst für die Bürger zu schützen und aufrechtzuerhalten.” Im aktuellen Index des Jahres 2007 werden insgesamt sieben Länder als “frei” (Freiheitsgrad über 80 %)eingestuft: 1. Hongkong 2. Singapur 3. Australien 4. USA 5. Neuseeland 6. Großbritanien 7. Irland. Zu dieser Kategorie der freiesten Länder weltweit bemerkt der österreichische Standard:”Auffallend ist, dass unter den als völlig liberal bewerteten Volkswirtschaften ausschließlich ‘angelsächsische’ Länder sind – also Großbritannien und seine früheren Kolonien.”WelcheAuswirkungen dieunterschiedlichen Freiheitsgrade in der Praxis haben, schildern die OÖNachrichten:

“Die Studienautoren weisen darauf hin, dass die Wirtschaftsfreiheit stark mit dem wirtschaftlichen Erfolg eines Landes zusammenhänge. Das Pro-Kopf-Einkommen der liberalsten Länder sei demnach doppelt so hoch wie im zweiten Fünftel der untersuchten Unternehmen und fünf Mal so hoch wie im letzten Fünftel. Arbeitslosigkeit und Inflation seien auch am niedrigsten.”

Jedes Jahr verdeutlichen die von der Heritage Foundation vorgelegten Zahlen, dass der Kapitalismus -denn als solche lassen sich, zumindest tendenziell, die freiesten Länder beschreiben- das System des Reichtums ist, und zwar weil es das System der Freiheit ist, und, wenn man den Faden noch weiterspinnen möchte, weil es das System der Vernunft ist. Den Gegensatz zu diesen relativ freien und wohlhabenden Systemen bilden die etatistischen Regime, die trotz der enormen Hilfe durch die reicheren Nationen nur Armut in einem unvorstellbarem Ausmaß hinterlassen. Andrew Bernstein beschreibt diese enormen Gegensätze -materiell und ideologisch- in seiner Einleitung unter dem Titel “The Great Disconnect”:

“Etatismus – in all seinen Formen – ist das System der entsetzlichen Verarmung. Die Fakten zeigen, dass der Kapitalismus das System der Freiheit ist – und dass es Reichtum erzeugt. Die Fakten zeigen gleichermaßen, dass Etatismus das System der Unterdrückung ist – und dass es Armut erzeugt. Kapitalismus ist das System der Freiheit und Prosperität. Seine Antithese -Etatismus in jeder Form- ist das System der Unterdrückung und Armut. Trotz dieser Fakten existiert jedoch ein weit verbreiteter Antagonismus gegenüber dem Kapitalismus, und normalerweise unter den am meisten gebildeten Mitgliedern der Gesellschaft – den Professoren in den Humanwissenschaften, Autoren, Künstlern, Journalisten, Lehrern, Geistlichen und Politikern.”

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Blairs Bedauern

Der britische Premierminister Tony Blair hat in der Zeitung "New Nation " ("Britain’s No 1 best selling black newspaper") sein "tiefes Bedauern" (siehe auch BBC ) über die Rolle Großbritanniens im europäischen Sklavenhandel geäußert. Diese Meinungsäußerung mutet allerdings durchaus kurios an, denn sie steht in Zusammenhang mit der Wiederkehr des 200. Jahrestages der Abschaffung der Sklaverei im gesamten British Empire. Hannes Stein wundert sich in der WELT über Blairs Bedauern angesichts im Anbetracht der historischen Tatsachen:

Die Sklaverei war ein Verbrechen, an dem viele beteiligt waren – Europäer, Araber, nicht zuletzt afrikanische Stammesfürsten, die ihre Untertanen nur zu gern nach Übersee verscherbelten. Das Besondere an Großbritannien ist, dass es sich aus eigener Kraft von diesem Geschäft verabschiedete.

In Andrew Bernsteins Buch The Capitalist Manifesto ist dem Thema Sklavenhandel ein ganzes Kapitel gewidmet und der Autor zitiert in diesem Zusammenhang auch den indisch-amerikanischen Wissenschaftler Dinesh D’Souza, der feststellt, dass die Abschaffung der Sklaverei eine der größten moralischen Errungenschaften der westlichen Zivilisation ist. Der moralische Antrieb dazu entwickelte sichwährend der Aufklärung im 18. Jahrhundert, die die Prinzipien der unveräußerlichen Individualrechte hervorbrachte, die ebenso die Basis für den Kapitalismus bildeten. Bernstein wendet sich auch gegen die Vorstellung, dass die Sklaverei als Wirtschaftssystem profitabel gewesen sei:

"Sklaverei ist ein unproduktives ökonomisches System, weil es sich auf nackte Gewalt stützt, und dadurch die Rolle des Geistes im Leben des Menschen unterminiert."

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Eine Besprechung von Andrew Bernsteins “The Capitalist Manifesto”

Auf der Website RebirthofReason.com hat Edward E. Younkins  eine Besprechung von Andrew Bernsteins Buch The Capitalist Manifesto  veröffentlicht. Er schreibt: "Laut Bernstein haben die zwei Jahrhunderte Kapitalismus eine größere Verbesserung in den materiellen Lebensbedingungen der Menschen gebracht als alle vorausgehenden etatistischen Regime zusammen." Youkins führt weiter aus, dass der 2. Teil des Buches, der erläutert, dass der Kapitalismus das einzig moralische polit-ökonomische System ist, der interessanteste für ihn gewesen sei. Sein Gesamturteil: Jeder sollte dieses Buch lesen, vor allem aber Politiker und Journalisten.

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Der Krieg gegen den Islamismus

Andrew Bernstein wendet sich in seinem Buch auch dem Themenkreis “Krieg und Imperialismus” zu und schreibt über den aktuellen “Krieg gegen den Terror”:
“Amerika hat den Konflikt nicht begonnen. Es kämpfte erst nach Jahrzehnten von wiederholten terroristischen Attacken, die in den Gräueltaten vom 11. September kulminierten und auch dann, unglücklicherweise, setzte es zur Verteidigung nur einen winzigen Teil seiner militärischen Macht ein, und nur gegen einen Teil, nicht die Totalität der despotischen Allianz, die den Angriff führt.”

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