Monthly Archives: January 2007

Ein Index der ökonomischen Freiheit

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Freiheit messen? Die Heritage Foundation, beheimatet in Washington D. C., unternimmt jedes Jahr den Versuch, die ökonomische Freiheit, die auf diesem Planeten besteht, durch einen Index transparent zu machen. Ökonomische Freiheit wird dabei definiert als “die Abwesenheit von staatlichem Zwang oder von staatlichen Beschränkungen hinsichtlich der Produktion, Distribution oder Konsumtion von Gütern und Dienstleistungen jenseits des Maßes, das notwendig ist, um die Freiheit selbst für die Bürger zu schützen und aufrechtzuerhalten.” Im aktuellen Index des Jahres 2007 werden insgesamt sieben Länder als “frei” (Freiheitsgrad über 80 %)eingestuft: 1. Hongkong 2. Singapur 3. Australien 4. USA 5. Neuseeland 6. Großbritanien 7. Irland. Zu dieser Kategorie der freiesten Länder weltweit bemerkt der österreichische Standard:”Auffallend ist, dass unter den als völlig liberal bewerteten Volkswirtschaften ausschließlich ‘angelsächsische’ Länder sind – also Großbritannien und seine früheren Kolonien.”WelcheAuswirkungen dieunterschiedlichen Freiheitsgrade in der Praxis haben, schildern die OÖNachrichten:

“Die Studienautoren weisen darauf hin, dass die Wirtschaftsfreiheit stark mit dem wirtschaftlichen Erfolg eines Landes zusammenhänge. Das Pro-Kopf-Einkommen der liberalsten Länder sei demnach doppelt so hoch wie im zweiten Fünftel der untersuchten Unternehmen und fünf Mal so hoch wie im letzten Fünftel. Arbeitslosigkeit und Inflation seien auch am niedrigsten.”

Jedes Jahr verdeutlichen die von der Heritage Foundation vorgelegten Zahlen, dass der Kapitalismus -denn als solche lassen sich, zumindest tendenziell, die freiesten Länder beschreiben- das System des Reichtums ist, und zwar weil es das System der Freiheit ist, und, wenn man den Faden noch weiterspinnen möchte, weil es das System der Vernunft ist. Den Gegensatz zu diesen relativ freien und wohlhabenden Systemen bilden die etatistischen Regime, die trotz der enormen Hilfe durch die reicheren Nationen nur Armut in einem unvorstellbarem Ausmaß hinterlassen. Andrew Bernstein beschreibt diese enormen Gegensätze -materiell und ideologisch- in seiner Einleitung unter dem Titel “The Great Disconnect”:

“Etatismus – in all seinen Formen – ist das System der entsetzlichen Verarmung. Die Fakten zeigen, dass der Kapitalismus das System der Freiheit ist – und dass es Reichtum erzeugt. Die Fakten zeigen gleichermaßen, dass Etatismus das System der Unterdrückung ist – und dass es Armut erzeugt. Kapitalismus ist das System der Freiheit und Prosperität. Seine Antithese -Etatismus in jeder Form- ist das System der Unterdrückung und Armut. Trotz dieser Fakten existiert jedoch ein weit verbreiteter Antagonismus gegenüber dem Kapitalismus, und normalerweise unter den am meisten gebildeten Mitgliedern der Gesellschaft – den Professoren in den Humanwissenschaften, Autoren, Künstlern, Journalisten, Lehrern, Geistlichen und Politikern.”

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