Monthly Archives: December 2006

Blairs Bedauern

Der britische Premierminister Tony Blair hat in der Zeitung "New Nation " ("Britain’s No 1 best selling black newspaper") sein "tiefes Bedauern" (siehe auch BBC ) über die Rolle Großbritanniens im europäischen Sklavenhandel geäußert. Diese Meinungsäußerung mutet allerdings durchaus kurios an, denn sie steht in Zusammenhang mit der Wiederkehr des 200. Jahrestages der Abschaffung der Sklaverei im gesamten British Empire. Hannes Stein wundert sich in der WELT über Blairs Bedauern angesichts im Anbetracht der historischen Tatsachen:

Die Sklaverei war ein Verbrechen, an dem viele beteiligt waren – Europäer, Araber, nicht zuletzt afrikanische Stammesfürsten, die ihre Untertanen nur zu gern nach Übersee verscherbelten. Das Besondere an Großbritannien ist, dass es sich aus eigener Kraft von diesem Geschäft verabschiedete.

In Andrew Bernsteins Buch The Capitalist Manifesto ist dem Thema Sklavenhandel ein ganzes Kapitel gewidmet und der Autor zitiert in diesem Zusammenhang auch den indisch-amerikanischen Wissenschaftler Dinesh D’Souza, der feststellt, dass die Abschaffung der Sklaverei eine der größten moralischen Errungenschaften der westlichen Zivilisation ist. Der moralische Antrieb dazu entwickelte sichwährend der Aufklärung im 18. Jahrhundert, die die Prinzipien der unveräußerlichen Individualrechte hervorbrachte, die ebenso die Basis für den Kapitalismus bildeten. Bernstein wendet sich auch gegen die Vorstellung, dass die Sklaverei als Wirtschaftssystem profitabel gewesen sei:

"Sklaverei ist ein unproduktives ökonomisches System, weil es sich auf nackte Gewalt stützt, und dadurch die Rolle des Geistes im Leben des Menschen unterminiert."

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Eine Besprechung von Andrew Bernsteins “The Capitalist Manifesto”

Auf der Website RebirthofReason.com hat Edward E. Younkins  eine Besprechung von Andrew Bernsteins Buch The Capitalist Manifesto  veröffentlicht. Er schreibt: "Laut Bernstein haben die zwei Jahrhunderte Kapitalismus eine größere Verbesserung in den materiellen Lebensbedingungen der Menschen gebracht als alle vorausgehenden etatistischen Regime zusammen." Youkins führt weiter aus, dass der 2. Teil des Buches, der erläutert, dass der Kapitalismus das einzig moralische polit-ökonomische System ist, der interessanteste für ihn gewesen sei. Sein Gesamturteil: Jeder sollte dieses Buch lesen, vor allem aber Politiker und Journalisten.

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